CAMPEVENTS

Weitere Einblicke ins Musikcamp 2014


Gute Nacht, Tipidorf!


Proben, Achterbahn fahren, Sportprogramm und Workshops. Da sind die Meisten Teilnehmer abends doch sehr erschöpft. Um 23:30 Uhr wird es dann aber auch langsam im BDB Musikcamp ruhig. Die letzten Teilnehmer huschen noch schnell mit ihren Zahnbürsten zurück in ihr Zelt. Auch die Teamer brechen nach und nach zu ihren Schützlingen auf, denn wie jeden Abend gibt es auch heute wieder eine Gute-Nacht Geschichte. Eingekuschelt in ihre Schlafsäcke und Decken wird sich erst einmal geeinigt was denn heute vorgelesen werden soll. Teamer Marc Mehler liest seinen Jungs beispielsweise jeden Abend aus Winnie Pooh vor. Einmal mit einer Geschichte angefangen, wollen die Meisten die Woche über wissen wie es weiter geht. Da steht es oft gar nicht erst zur Debatte was vorgelesen werden soll. Für die richtigen Bücher hat auch wieder in diesem Jahr wieder Teamer Franz Schindler gesorgt. Mit einer riesigen Kiste im Gepäck sorgt er dafür, dass alle Zelte und Blockhütten mit den schönsten und spannendsten Geschichten versorgt werden. Bei den Gute-Nacht-Geschichten im BDB Musikcamp ist doch eines immer gleich. Egal ob 14 oder 24 – beim Vorlesen werden alle müde und schlummern friedlich in ihren Betten ein.




3 Fragen an...


Andreas Götz: Grillmeister, Teamer

Medienteam: Wie viele Würste grillst du an einem Abend?
Andreas: Normalerweise sind's so 150. Aber wir haben auch Abende, da gehn über 200 Würste weg. 
Medienteam: Warum bist ausgerechnet du der beste Griller im Camp? 
Andreas: (lacht) .... weil ich ein Feuer anmachen kann. (versucht ernst zu bleiben). Ne, ich war vermutlich anfangs der einzige Freiwillige, den Martin Baumgartner finden konnte. (lacht weiter) 
Medienteam: Senf oder Ketchup? 
Andreas: (überlegt) Hm.... Senf!


Christoph Karle: Häuptling des Musikcamps

Medienteam: Was ist denn in den letzten Jahren mal richtig schief gelaufen im Camp? 
Christoph: Die größte Panne war mal 'ne Wetterpanne. Da hats so geregnet, dass die Zelte – die waren damals noch ziemlich alt und nicht so robust – komplett durchnässt waren, die Matratzen waren sogar nass. Dann haben wir überlegt, das Camp abzubrechen oder den THW zu holen und Zelte aufbauen zu lassen. Letztendlich hat dann aber der Park angeboten, uns im Collosseo wohnen zu lassen im großen Saal. Da gabs dann Stellwände, links die Mädchen, rechts die Jungs, und da haben wir alle zusammen geschlafen – auf dem Boden. 
 
Medienteam: Und warum tust du dir diesen Stress an? 
Christoph: Es ist einfach so schön zu sehen, wie die Jugendlichen hier her kommen, ihresgleichen kennenlernen, Freundeskreise gründen, Netzwerke bilden, dann nach Hause gehen und rund um das Kulturleben, rund um die Bildung in ihrer Freizeit hier zusammengekommen sind. Und das ist gleichzeitig auch ein großer Dank. 
Medienteam: Wärst du selber gerne als Teilnehmer dabei? 
Christoph: Ich würde mir schon wünschen die letzten 40 Jahre zurückdrehen zu können um selbst dann als Jugendlicher hier dabei zu sein. Sowas gab's damals bei mir nicht und ich glaube, es ist auch ein außergewöhnliches Event. 


Peter Baumgärtner: Langjähriger Teilnehmer

Medienteam: Warum bist du so gerne jedes Jahr aufs Neue dabei?
Peter: Ich bin jetzt seit 8 Jahren dabei und finde es einfach immernoch schön hier zu sein – das Zusammensein, der Park, das Musizieren.
Medienteam: Was hältst du von der diesjährigen Stückauswahl?
Peter: Ich bin sehr zufrieden und ganz besonders Robin Hood ist einfach ein klasse Stück.
Medienteam: Geht dir der Europapark denn nach so vielen Jahren nicht auf den Keks?
Peter: Doch geht er. Auf jeden Fall! Deswegen bin ich auch inzwischen gerne mal Nachmittags einfach im Tipidorf. 


Bianca: Erstmalige Teilnehmerin

Medienteam: Wie bist du auf das Camp aufmerksam geworden?
Bianca: Mein Dirigent von daheim hat mich darauf aufmerksam gemacht, ich wusste ja garnicht dass es das gibt. Und dann dachte ich: cool! Und hab mich angemeldet. 
Medienteam: Wie gefällt es dir bisher?
Bianca: Ich find's toll, aber es ist auch anstrengend, wenn man den ganzen Tag im Park ist, Achterbahnfahren, Anstehen, danach wieder zurück zur Probe. Aber macht trotzdem Spaß. 
Medienteam: Kommst du wieder?
Bianca: Ich weiß zwar nicht, was ich nächstes Jahr vielleicht beruflich machen werde, aber wenn ich Zeit habe kann ich mir es auf jeden Fall gut vorstellen!



Abschied aus der Camp-Familie

Martin Baumgartner und Siegfried Rappenecker legen nach neun Jahren den Taktstock im Musikcamp nieder (das komplette Interview)


Medienteam: Beim Camp hier kommen ja hunderte Jugendliche und junge Erwachsene zusammen. War es denn bisher – abgesehen vom diesjährigen Motto „Theater“ – schon immer irgendwie ein großes Theater? 

Martin: Wenn man jetzt mal an die Anfänge zurückkehrt, ist es so, dass der Spaßfaktor viel mehr im Vordergrund stand. Die Gewichtung hat sich jetzt immer mehr in Richtung Musik verschoben und das haben wir auch etwas forciert. Die Disziplin ist viel größer, die Animation ist sehr in den Hintergrund gerückt, das begrüßen wir sehr. Und dadurch sind die Kinder einfach ruhiger geworden. Gerade im Park wird so viel geboten an Hektik und an Fahrgeschäften, da braucht man keine zusätzliche Belustigung für die Kinder. Die sind wirklich zum Musik machen hier und es sind heute 150 Leute mehr dabei als beim ersten Mal. 

Medienteam: Also ist es über die Jahre eher weniger Theater geworden? 

Siegfried: (lacht) Immer weniger Theater, ja, sozusagen. 

Medienteam: Die Campteilnehmer wurden ja gefragt, welche Rolle Sie bei einem Theaterstück denn spielen wollten, als was würdest du dich denn sehen, Siegfried?

Siegfried: Also ich würde zu gegebener Zeit jede dieser Rollen annehmen, und ich denk das hat uns in der Vergangenheit auch ausgezeichnet. Es gab nicht einen Prinzen oder einen stummen Baum sondern es gab Leute die sich einer Sache verschrieben haben und haben dieser Sache gedient. Wenn dann Not am Mann war hat man eben geholfen den Transporter auszuladen und dann hat man ne halbe Stunde später vor dem Orchester gestanden und dirigiert und dann hat man vielleicht noch Noten umgeschrieben. Die Rollen sind unterschiedlich. Es gibt keine fest fixierten Rollen. Und das ist das, was das Camp auszeichnet, dass die Leute einfach hinter dieser Sache konplett stehen, und wenn Not am Mann ist dann erfüllen sie die Aufgabe, egal was das ist.

Medienteam: Martin, wenn du jetzt auf die letzten neun Jahre zurückblickst, gabs da irgendwelche witzigen oder auch peinlichen Geschichten, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind? 

Martin: Es gab schon sehr viel lustige Sachen, man muss ja nicht alles erzählen. Wir haben es die ersten Jahre grad unter den Teamern wesentlich lockerer gesehen, wir sind dann schon mal bis vier oder fünf Uhr am Lagerfeuer gesessen. War lustig, hat sich eben so entwickelt, aber meistens war ich beteiligt, wenn was Lustiges passiert ist. Und er auch (zeigt auf Siegfried und beide lachen). 

Siegfried: Ich muss wirklich sagen, das Team ist klasse. Man versteht sich und man trifft sich dann auch mal außerhalb vom Camp. Es sind Freundschaften entstanden, gerade auch unsere. Wir haben uns davor kaum gekannt. Das ist schon schön. 

Medienteam: Siegfried, nach neun Jahren gehst du nun. Was wirst du am meisten vermissen? 

Siegfried: Ich werd‘ viele Dinge vermissen. Das beginnt eigentlich schon damit, dass sich ein Orchester zum ersten Mal trifft und es klingt noch unsauber. Im Laufe der Woche kristallisieren sich dann aber ein, zwei Musikstücke raus, die man am Samstagabend zur Aufführung bringt und die klingen gut. So etwas zu begleiten, ist natürlich toll. Dann alte und neue Freundschaften zu pflegen, aufzufrischen und so weiter ist ganz klar auch eine Sache, die man dann vermisst. Aber ich werde auch als Besucher mal hier vorbeikommen und schauen, ob der neue Organisator das auch alles richtig macht (schaut Martin herausfordernd an). 

Medienteam: Richtig! Martin, dieses Jahr Doppelbelastung Organisation und Dirigieren, nächstes Jahr dann nur noch die Organisation. Gibt‘s bereits Pläne für Veränderungen im Camp? 

Martin: Was vom Musikalischen her sehr wichtig ist: Wir brauchen auf jeden Fall zwei neue Dirigenten für die Ba- sisorchester. Es ist nicht einfach, jemanden zu finden, der vom Menschlichen hier reinpasst, der vom Dirigieren Ahnung hat und auch mit den Kindern kann – das ist ja das Wichtigste. Ansonsten denke ich, dass sich die Organisation sehr gut entwickelt hat – viel zu verbessern gibts da nicht. Wir haben sie – sofern man das bei 250 Kindern so sagen kann – zur Perfektion getrieben.


 


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